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Ein Schrank voll „Nichts zum anziehen“

Seien wir mal ehrlich. Keinem von uns fehlt irgendwas in seinem Kleiderschrank. Jeder von uns steht manchmal ratlos vor dem Spiegel und weiß nicht, was er anziehen soll. Das frustriert. Unheimlich. Da gibt man so viel Geld für die tollsten und schönsten Teile aus und dann gibt es so Tage, an dem nichts richtig sitzt, nichts gefällt und man einfach nichts, wirklich gar nichts zum anziehen hat.

Mich nerven dies Tage ungemein, weil ich dann meist zu Pullover, Jeanshose und Chucks greife und mies gelaunt das Haus verlasse. Ich habe mir ein paar Tricks überlegt. Sie sind vielleicht etwas aufwändiger, wenn man aber die Stunden zusammen zählt, die man ratlos vor dem Kleiderschrank verbringt, lohnt sich die Investition in ein paar Gedanken doch schon sehr.

Tipp 1: Everyday Outfit

Stellt euch ein Outfit zusammen, das jeden Tag und zu jedem alltäglichen Anlass passt. Bei mir sind das Jeanshose, Pumps, ein einfaches Top mit einem Cardigen und mein Mantel. So könnt ihr, auch wenn es schnell gehen muss, einfach zugreifen und seid auf der sicheren Seite. Abends zum Cocktail mit den Mädels könnt ihn noch roten Lippenstift auftragen und schon sieht das Ganze toll aus. Fürs Shoppen oder zur Arbeit ein transparenter Gloss oder ein Nude-Ton und Ballerinas. Das Wichtigste ist, dass es ein Outfit ist, welches man mit unterschiedlich Accessoires an das Event anpassen kann. Behaltet dieses Outfit im Kopf und schaut, dass die Sachen immer griffbereit in eurem Kleiderschrank hängen.

Tipp 2: Der Inspirationsordner

Ich glaube wir haben alle einen Haufen alter Zeitschriften irgendwo rumfliegen, die ja eigentlich doch nur enttäuschend sind, weil die Texte vor Intelligenz und Witz nicht gerade protzen. Aber wir wären keine Frauen, wenn wir nicht irgendeine Verwendung für diese nutzlosen Printobjekte hätten. Schließlich heben wir die Massen an Papier auch auf, weil man damit ja vielleicht und eventuell auch irgendwann nochmal was Verrücktes anstellen kann. Nehmt euch an einem Wochenende einen Tag Zeit, macht euch einen leckeren Cappuccino, legt coole Musik auf und fangt an zu schnibbeln. Ja genau, schnibbelt was das Zeug hält. schaut euch die Klamotten an und nehmt raus, was euch gefällt. Achtet nicht auf den Preis oder ob das Teil schwer zu bekommen ist. Es geht hier einzig und allein ums Auge und um das, was euch gefällt. Nehmt euch leere DIN A4 Blätter, klebt die Bilder mit einem Pritt-Stift fest und schreibt vielleicht dazu, was euch besonders gefällt. Der Schnitt, die Farbkombination oder die Frisur des Models. Es müssen nicht nur Outfits sein. Haltet Ausschau nach tollen Formen und Farben, nach Schriftarten die euch gefallen. Einfach alles. Das ganze könnt ihr dann in einem schönen Ordner abheften und irgendwo neben eurem Kleiderschrank platzieren. Jetzt habt ihr, immer wenn eure Kreativität euch verlassen hat, einen Haufen an Inspirationen, die wirklich ansteckend sind. Ich habe mich letztes Wochenende an diesen Ordner begeben und muss sagen, ich bin richtig ins Träumen gekommen und hatte riesige Lust, meinen halben Kleiderschrank anzuprobieren und wilde Kombinationen und neue Ideen auszuprobieren.

Tipp 3:  Bewährtes klappt immer

Ein Tipp, der zumindest für Blogger recht gut funktioniert, aber auch für Frauen, die sehr viel mit ihrer Kamera unterwegs sind. Klickt euch durch eure (oder andere) Blogs und schaut euch eure alten Outfits an. Sie müssen euch ja gefallen haben, sonst hättet ihr sie nicht der ganzen Welt präsentiert. Niemandem wird es auffallen, wenn man ein Outfit, dass gut funktioniert hat, ein zweites mal trägt. Vielleicht kombiniert man es mit anderen Schuhen oder einem anderen Make-Up. Denn glaubt mir, ein Outfit mit dezentem Make-Up wirkt so ganz anders als eines, auf dem ihr etwas tiefer in den Farbtopf gegriffen habt. Oder tragt einen anderen Schal, ein Halstuch, eine Tasche, was auch immer dazu. Niemandem wird es auffallen. Ganz sicher nicht. Abgesehen davon, dass Kleidungsstücke waschbar sind und daher auch bestens dazu geeignet sind, sie mehr als einmal zu tragen. Auch wenn man das in der Bloggerwelt kaum glaube mag.
Stöbert in Online-Shops. Ich liebe den Shop von MANGO, weil man sich dort nicht nur die Artikel ansehen kann, sondern, wenn man mit der Maus über die Bilder fährt, gleich eine tolle Idee bekommt, wie man dieses Teil kombinieren kann.

Tipp 4: Back to Basics

Ein sehr dankbarer Trend sind Statementketten. Sie peppen ein schlichtes Outfit auf. Einfach immer. Greift zu einem simplen Pulli und einer Jeans und tragt dazu eine Statementkette. Und schon habt ihr ein tolles Outfit. Wo wir gerade von Trends sprechen. Macht bloss nicht den Fehler und greift an einem „Ich hab einen Schrank voll nichts zum Anziehen“-Tag zu irgendwelchen verrückten Trendteilen mit wilden Mustern und grellen Farben. Meistens geht das einfach nur in die Hose. Investiert in ein paar hochwertige Basics, die nicht nach der zweiten Maschine Wäsche aussehen wie ein alter Putzlappen. So fühlt ihr euch auch in einem ganz schlichten Outfit super wohl.

 Tipp 5: Aus alt mach neu

Wenn ihr ein bisschen mehr Zeit zur Verfügung habt, schaut doch mal, was man aus den vorhandenen Dingen noch alles zaubern kann. Ein Pulli hat ein Loch im Kragen? Schneidet ihn ab und funktioniert die Stoffreste zu einem Armband um. Bei einer Bluse ist ein Knopf abgesprungen? Macht einen Haufen und nehmt euch einmal im Monat Zeit, die kleinen Dinge auszubessern. Auch Löcher an Nähten können relativ gut geflickt werden. Eine Hose ist unten am Saum abgewetzt? Krempelt sie hoch, tragt dazu schicke Pumps und zeigt ein bisschen Knöchel! Seid kreativ!

Jetzt würde mich ja wirklich interessieren, ob ihr noch weitere Tipps habt gegen das chronische „Ich habe nichts zum anziehen“-Problem. Ich freue mich über eure Kommentare.

Hier gehts übrigens zum ersten Teil der Artikel-Reihe

Teil 3 ist mitlerweile dann auch online geganen. Es geht um die absoluten Must-Haves in jedem weiblichen Kleiderschrank

 

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10 Comments

  • Reply Outfit: Wochenend-Spaziergang | fashionattitude 24. März 2013 at 20:24

    […] sind die alle alt. Ich habe wirklich lange nichts mehr bei H&M gekauft. Wer sich an meine Artikelserie über das Thema Kaufverhalten erinnert, der weiß, dass ich mir da etwas vorgenommen hatte bezüglich meiner modischen […]

  • Reply fashionattitude: Outfit: Wochenend-Spaziergang 17. Februar 2013 at 16:42

    […] sind die alle alt. Ich habe wirklich lange nichts mehr bei H&M gekauft. Wer sich an meine Artikelserie über das Thema Kaufverhalten erinnert, der weiß, dass ich mir da etwas vorgenommen hatte bezüglich meiner modischen […]

  • Reply nathalie 28. Oktober 2012 at 22:17

    ganz toller post :)
    gefällt mir !
    LG*

    Nathalie von Fashion Passion Love ♥

  • Reply Nathalie 27. Oktober 2012 at 19:12

    Ein schöner Artikel!
    Klar, diese Morgen kennen wir doch alle.. Aber deine Tips sind super! Back to Basics passt immer – aufgepeppt mit tollem Schmuck macht es auch noch was her! x

    fashion is for idiots [like us]
    fashion is for idiots [like us]

  • Reply Alexandra 26. Oktober 2012 at 08:51

    ich finde diese posts suuuper interessant! werd mich am wochenende mal damit befassen, meinen schrank auf den kopf zu stellen :D vielen dank für deine tipps :)

    • Reply fashionattitude 26. Oktober 2012 at 10:03

      Oh vielen lieben Dank. Das freut mich zu hören. Ich wünsche dir einen riesen Spaß bei der Aktion. Freu dich über das Ergebnis

      • Reply Alexandra 26. Oktober 2012 at 18:30

        Danke :) Bin auf jeden Fall sehr motiviert!

  • Reply Aida 25. Oktober 2012 at 21:50

    Vielen dank für deinen lieben Kommentar… Hoffe du zeigst hier schon ganz bald wie du diese tolle Hose trägst.
    LG :)

    • Reply fashionattitude 26. Oktober 2012 at 10:03

      Werde ich ganz sicher tun, ich berichte dir dann ;)

  • Reply fashionattitude » Das Chaos beseitigen oder: Wie bringe ich Ordnung in meinen Kleiderschrank 25. Oktober 2012 at 19:49

    […] Ein Schrank voll “Nichts zum Anziehen” […]

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