When nothing goes right – go left

Es gibt so Tage (Wochen, Monate), da will einem einfach nichts gelingen. Nicht mal ein ordentlicher Blogartikel. Dabei müsste dies und das getan werden. Vielleicht ist man noch krank oder irgend eine andere Laus ist einem über die Leber gelaufen. Was hilft? Erstmal nichts. Kurz bockig werden, wie ein kleines Kind mit dem Fuß auf den Boden stampfen und rumquaken. Bis man sich wieder daran erinnert, dass man ja jetzt „erwachsen“ ist und diese Kindereien einem einfach nicht mehr weiter helfen.

Kokoswasser

Wenn man klein ist, ist das alles viel einfacher. Man äußert seinen Unmut über etwas und schon kommt Mama und bietet einen netten Kompromiss an „Komm, wir räumen jetzt zusammen dein Zimmer auf und wenn wir damit fertig sind, gehen wir ein riesiges Eis essen“. Hat immer funktioniert. Zumindest bei mir. Nachdem meine Mama wohl vor ungefähr 15 Jahren das letzte Mal mein Zimmer aufgeräumt hat, muss ich mir jetzt also was anderes einfallen lassen. Mit Eisessen kriegt man mich heute jedenfalls nicht mehr so leicht rum.

LippenstiftCatrice

Bis jetzt lautete meine Devise immer „Augen zu und durch, hilft ja nix.“ Aber irgendwie ist das ziemlich anstrengend und nicht gerade angenehm für meine Mitmenschen. Was machen wir also? Den Blick auf die Dinge einfach mal ändern. Sich auch mal ganz bewusst einreden, dass etwas ja nur halb so schlimm ist, obwohl es eigentlich totaler Mist ist. Ich nenne das immer liebevoll Selbstverarsche. Denn sind wir mal ehrlich. Erwachsensein ist ein Arschloch (So, genug Schimpfworte für einen Artikel) und das Leben ist kein Ponyhof. Also werde ich mich, obwohl ich in letzter Zeit nicht wirklich was zu Stande gebracht habe, jetzt zurück lehnen, ein wenig belohnen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.

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Ein Blogstöckchen

Ein Blogstöckchen funktioniert so: Jemand denkt sich Fragen aus und sucht sich einen Blogger, der sie beantworten soll. Dieser veröffentlicht den Artikel auf seinem Blog und gibt das Stöckchen weiter und weiter und weiter. Warum ich euch das erkläre? Weil ich ein Stöckchen von Ralf bekommen habe. So etwas sieht man auf Modeblogs zwar eher selten, aber ich fand die Fragen so schön, dass ich einfach mal mit mache.

Was ist deine Motivation zu Bloggen?

Die Antwort ist leicht: Weil es meine Leidenschaft ist. Das Bloggen hat mir so viele Möglichkeiten eröffnet und so viele nette Menschen geschenkt, dass ich etwas zurück geben möchte. Es gehört so sehr zu meinem Alltag, dass ich mich eigentlich selten dazu zwingen muss, zu bloggen. Es klingt schnulzig, aber wenn ich nicht bloggen kann, fehlt mir einfach etwas. Ich brauche mich einfach nicht zu motivieren.

Liest du (noch) eine Tageszeitung? Warum (nicht)?

Mh, nein nicht wirklich. Manchmal lese ich lokale Tageszeitungen, wenn sie mir in die Finger kommt. Aber sonst hole ich mir die tägliche Dosis Nachrichten eher im Internet oder auf Twitter. Warum? Geht schneller, ich kann besser filtern, was mich interessiert und was nicht und leider ist es in den meisten Fällen auch besser recherchiert.

Welche Tools unterstützen dich bei der digitalen Urlaubsplanung?

Tja… Diese Frage kann ich wohl nur unzureichend beantworten, denn Tatsache ist, dass ich vor etlichen Jahren das letzte Mal im Urlaub war. Aber für einen zukünftigen Urlaub (der hoffentlich nächstes Jahr ansteht) würde ich wohl einfach Google befragen? Gibt es da andere Alternativen?

Lieber Facebook oder Google+? Warum?

Facebook. Ich bin zwar auch auf Google+ aktiv, aber Facebook hat einfach mehr aktive Nutzer in meinem Bekanntenkreis. Aber ich mag Google+. Besonders die Hangout Funktion finde ich toll, auch wenn ich die noch nicht so häufig verwendet habe. Aber Potential sehe ich schon.

Dein Lieblingslied? (Gerne mit Video)

Es gibt zu viele grandiose Musiker und Lieder, als dass ich mich hier auf einen Song beschränken könnte. Daher nehme ich jetzt einfach mal den Song, der bei mir momentan sehr häufig läuft:

Zeige die Rückseite deines Smartphones

Öh… Okay :D Und ja ich brauche eine Hülle. Lazy Juli

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Bahn fahren? Ja oder nein?

Ganz klar Nein. Sowieso nein zu allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Egal ob Bus, Bahn oder Taxi. Schrecklich. Zugegeben, manche Tweets von Bahnreisenden sind sehr amüsant. Aber eben nur, wenn man von ganz weit weg mitlesen kann. Wenn man zuverlässig an seinem Ziel ankommen will, sollte man wirklich einen großen Bogen um die Bahn machen.

2013: Dein schönstes socialmediales Ereignis war…?

Mh, dieses Jahr ist ja noch gar nicht zu Ende. Nächste Woche bin auf dem Social Media Day in Aachen und ich glaube, das wird schon ein kleines Highlight. Ansonsten war es glaube ich das Treffen mit den Herren von Karrierebibel. Dort habe ich dieses Jahr ein Praktikum gemacht was eigentlich auch „nur“ über das Internet super funktioniert hat. Aber wir haben uns in Köln getroffen und ich war sehr happy, zwei so tolle Menschen mal in echt kennen lernen zu können.

„Drei Wünsch‘ frei“ heißt ein Song meiner Lieblingskapelle BAP. Deine drei Wünsche?

Weltfrieden, Gesundheit und Geld? Haha, nein Spaß. Ich muss zugeben, ich hätte erwartet, dass jetzt sofort drei Dinge wie aus der Pistole geschossen aus mir raussprudeln. Tun sie aber nicht. (5 Minuten Denkpause). Ich wünsche mir, dass ich weiterhin mit meiner Leidenschaft Geld verdienen kann, dass 2013 so gut endet, wie es angefangen hat und dass ich auf meinem Blog endlich mal die 10.000 Besucher an einem Tag knacke :D

Was hast du während des Schreibens dieses Blogbeitrags sonst noch gemacht?

An meinem (viel zu starken) Kaffee genippt und die Katze ins Zimmer gelassen, die nicht aufgehört hat, an meiner Türe zu kratzen

Und jetzt ist es an mir, das Stöckchen weiterzugeben. Bitteschön:

Sandra

Sven

Uschi

Artikelserie: Das Leben als Freelancer

Teil 2: Der Blogger-Alltag (+Tipps und Tricks)

Die wenigsten Freelancer werden einen geregelten Tagesablauf haben. Daher habe ich mich dazu entschieden, alle Dinge aufzulisten, die an einem Tag so anfallen können. Wundert euch also nicht, das packt nicht alles an einem Tag ;)

Die Vorbereitung auf den Tag

Wie ich im letzten Post ja schon erwähnt hatte, ist es wichtig, sich morgens genau so zu verhalten, wie wenn man ins Büro gehen würde. Frühstücken, duschen, was vernünftiges anziehen. Bevor man sich an die To-Do-Liste für den Tag macht, sollte man seine Mails checken, falls dort irgend etwas angefallen ist, das dringend am selben Tag erledigt werden muss. Ich lese dabei nur erst mal alles durch und markiere mir die Mail, die eine Antwort oder sonstige Aktion zur Folge haben.

Als nächstes geht es an die To-Do Liste. Eingeteilt in privat und beruflich und mit Prioritäten versehen.

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Blogs lesen

Für mich persönlich gehört es zum Alltag dazu, die Blogs in meiner Leseliste zu lesen und zu kommentieren. Ich habe mehr als 100 Blogs in meiner bloglovin‘ Liste. Aber ich lese sie alle. Nicht immer kann ich etwas sinnvolles zu den Artikeln schreiben („Schöne Hose“ ist kein sinnvoller Kommentar), aber es ist wichtig, dass ihr auch auf anderen Blogs unterwegs seid und nicht nur in eurer eigenen kleinen Blogger-Welt verharrt. Außerdem könnt ihr euch so Inspirationen suchen über die neusten Trends informieren und Kontakte knüpfen und pflegen.

Artikel vorbereiten

Nachdem ich alle Blogs durchgegangen bin, geht es an die Artikel. Sonntags habe ich mir einen festen Blogplan gemacht, der ist aber nicht in Stein gemeißelt. Häufig kommen spontan Ideen dazu, die ich dann vorbereite. Sei es mit dem Recherchieren von Informationen oder dem Knipsen von Bildern für den passenden Post. Wie ich einen Artikel schreibe, werde ich in einem gesonderten Post beschreiben.
Häufig schreibe ich den Text schon grob vor und füge die Bilder und die Formatierung dann zu einem anderen Zeitpunkt ein. Das kann schnell mal ein paar Stunden in Anspruch nehmen. Besonders dann, wenn man nicht nur für seinen eigenen Blog schreibt.

E-Mails und Kommentare beantworten

Je nachdem, wie viele Mails täglich so im Postfach landen, kann das schon mal eine Stunde dauern, alles zu beantworten. Hier kann ich wirklich nur empfehlen, sich im Posteingang eine Ordnerstruktur anzulegen. Sonst habt ihr ganz schnell den Überblick verloren. Ich kommuniziere mit Kooperationspartnern, anderen Bloggern und meinen Auftraggebern hauptsächlich über Mail. Ich würde am liebsten immer alles per Telefon regeln, weil das einfach schneller geht, aber da muss man sich leider den Gewohnheiten der anderen anpassen.
Wenn ihr euch in verschieden Presseverteiler aufnehmen lasst, solltet ihr auch diese täglich lesen. So könnt ihr sicher gehen, dass ihr News und Veröffentlichungen auch rechtzeitig verbloggen könnt.

Mittlerweile dürfte es dann auch ca. 14 Uhr sein und die Mittagspause steht an.

Pause

In der Pause gehe ich gerne mit meinem Freund und Lieblingsfotografen essen. Entweder wir gehen in ein Restaurant, oder wir kochen selber. Ich kann wirklich nur empfehlen, sich in der Pause etwas abzulenken. Ich habe schon so machen Artikel komplett gelöscht und wieder neu geschrieben nach so einer Pause. Man bekommt einfach einen freien Kopf. Wichtig ist, dass man sich eine feste Uhrzeit vornimmt, an der man wieder am Schreibtisch sitzt. Sonst verdaddelt man zu viel Zeit.

Social Media

Nachdem die Artikel fertig und hoch geladen sind, geht es an die sozialen Netzwerke. Eigentlich passiert das über den Tag verteilt immer mal wieder. Sobald ein Artikel veröffentlicht wurde, wird er bei Facebook, Google+ und Twitter geteilt. In der Stunde nach der Mittagspause checke ich die Kommentare und Fragen und gebe gegebenenfalls Antworten. Außerdem versuche ich, täglich etwas auf Instagram zu posten, das nichts mit meinen Artikeln zu tun hat. Ein Blick hinter die Kulissen, eine Vorschau auf das Kommende oder wo ich mich eben gerade befinde.

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Woher bekomme ich die Ideen zu meinen Artikeln?

Sicher steht jeder einmal vor dem Problem, dass er nicht mehr weiß, worüber er bloggen soll. Ich gehe mal davon aus, dass ihr redselige Menschen mit Interessen seid, sonst hättet ihr wohl kaum einen Blog. Hier also ein paar Tipps:

  • Lasst euch inspirieren. Sei es auf anderen Blogs, auf Pinterest oder von eurem Umfeld
  • Schaut in den Statistiken nach, welcher Suchbegriff am häufigsten auf euren Blog geführt hat und schreibt einen weiteren Artikel über dieses Thema. Offensichtlich hat er ja Interesse geweckt.
  • Was beschäftigt euch gerade? Wenn möglich, verpackt das Thema so, dass es in euer Blogtopic passt.
  • Manche Posts erfordern eine menge Arbeit. Legt euch für solche Artikel eine Liste an und nehmt sie euch immer dann vor, wenn euch gerade nichts einfällt. Vielleicht habt ihr ja in den nächsten Tag Zeit übrig, diesen Artikel gut vorzubereiten.
  • Es gibt ein Thema, dass euch interessiert, aber das nicht so wirklich in euren Blog passt? Dann ruft doch eine eigene Kategorie dafür ins Leben.
  • Wer nicht fragt bleibt dumm. Ehrlich, fragt mal andere Menschen, was sie für Ideen haben. Ich frage häufig meinen Freund, wenn ich mal wieder nicht weiter weiß und der gibt mir dann meistens wirklich brauchbare Ideen.

 

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Artikelserie: Das Leben als Freelancer

Teil 1: Vom Bloggen kann man nicht leben

Eigentlich hatte ich in naher Zukunft nicht vor, einen Artikel über das Bloggen und die Freiberuflichkeit zu schreiben. Aber ihr, meine lieben Leser, habt mir ganz viele Fragen gestellt und mich gebeten, ein wenig mehr zu schreiben. Diesem Wunsch möchte ich heute dann auch nachgehen. Das Thema ist ziemlich umfangreich und ich möchte so genau wie möglich auf eure Fragen eingehen, daher habe ich im Laufe des Schreibens entschieden, eine Artikelserie daraus zu machen. Ihr könnt mir in den Kommentaren gerne Fragen stellen, die ich dann versuchen werde, in den folgenden Artikeln zu beantworten.
Zu Beginn möchte ich sagen, dass ich kein großer Experte bin, was dieses Thema angeht. Viele Entscheidungen habe ich in der Vergangenheit aus dem Bauch heraus getroffen und vieles liegt schon in den Anfängen meiner beruflichen „Karriere“. Ich kann hier also nur aus eigenen, persönlichen Erfahrungen berichten und Erlebnisse mit euch teilen.

 

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 photo credit: Johan Larsson via photopin cc

Weil das hier mein Blog ist und viele meiner Leser selber Blogger sind, möchte ich das Thema zunächst auch nur auf Blogs beschränken. Ich hoffe, jeder hat Verständnis dafür, dass ich nicht meine kompletten Einnahmequellen hier aufführe. Vom Bloggen alleine kann ich nämlich NICHT leben.

Ich muss sagen, dass ich ein Mensch bin, der gerne an mehreren Projekten gleichzeitig arbeitet. Für viele Menschen artet das in Stress aus, aber mich befriedigt es. Dabei besteht natürlich die Gefahr, dass man alles nur ein bisschen macht und dafür nichts so richtig. Man muss auf jeden Fall gut organisiert sein und sich schnell in die unterschiedlichsten Themen reindenken können.
Eine Sache, die ich im Zusammenhang mit Freelancern häufig höre: „Ich beneide dich, du kannst dir deine Zeit frei einteilen, bist dein eigener Chef…“ und so weiter. Ich finde das keineswegs beneidenswert. Es ist vielleicht erstrebenswert, aber mehr auch nicht. Wir neigen ja häufig dazu, mit dem was wir haben unzufrieden zu sein und unser Wunschbild durch eine irrationale Brille zu betrachten. Wenn ich doch nur mein eigener Chef wäre, dann würde ich viel bessere Leistungen erbringen. Dann wäre ich endlich glücklich in meinem Job. Wie bei einem frisch verliebten Paar sieht man nur die schönen Dinge.

Ob man für eine Freiberuflichkeit geeignet ist, liegt wohl hauptsächlich an den eigenen Werten. Es gibt so viel Mist den ich in Kauf nehme, weil mir meine Selbstbestimmtheit sehr am Herzen liegt. Es gibt aber auch Menschen, die erbringen die besten Leistungen, wenn sie im Team arbeiten, Follow-Ups befolgen können und klar strukturiert arbeiten. Das ist bei mir absolut nicht der Fall. Ich lasse mich ständig von allen möglichen Dingen ablenken. Musik im Hintergrund ist für mich die reinste Qual und mein Mailprogramm muss ich ausschalten, wenn ich ernsthaft einen Artikel schreiben will.

Eine Leserin fragte mich, wie ich es geschafft habe, mein Geld als Freelancer zu verdienen. Naja, ich sage mal so: Ich habe es nicht „geschafft„. Ich habe mich einfach dazu entschieden, es zu machen. Ich habe fixe Einnahmen, aber ich weiß am Anfang des Monats NIE was am Ende auf meinem Konto landet. Dafür muss man auch Nerven haben ;)

Wenn ich zurück denke, dann habe ich eigentlich nie in einem klassischen Angestelltenverhältnis gearbeitet und wenn, dann nur sehr kurz, weil ich es meist nicht lange ausgehalten habe. Ich hatte Vorgesetzte, die definitiv weniger auf dem Kasten hatten als ich, musste mit Menschen zusammen arbeiten, die ich mir nicht aussuchen konnte und deren einziges Ziel es war, mit so wenig Aufwand wie nötig, so schnell wie möglich Karriere zu machen. Das Traurige an der Sache war, das es häufig funktioniert hat. Ich habe irgendwann für mich entschieden, wenn ich schon so fleißig bin und mir (verzeiht den Ausdruck) den Arsch aufreiße, dann will ich meine Karriere auch selber in die Hand nehmen und niemand anderem die Entscheidung für meine Aufstiegschancen in die Hände legen. Wie viele Menschen da draußen machen einen geilen Job und werden nicht befördert, weil dem Chef die Nase nicht passt? Das ist nicht nur ungerecht, dass fördert auch diese ganze „Arschkriecherei“ die man heute in den Chefetagen und im Arbeitsalltag so häufig antrifft.

Ich habe mich bewusst gegen dieses Modell entschieden und bezahle dafür mit meiner Freizeit, meinen Nerven und mit Geld… Denn ich könnte durchaus Jobs machen, in denen ich viel mehr verdiene als ich es jetzt tue. Und ich schließe nicht aus, dass ich irgendwann einmal wieder als Angestellte arbeiten werde. Aber so lange ich leben kann von dem, was ich hier gerade tue, geniesse ich es. An einer Situation, an der einem etwas nicht passt, kann man IMMER etwas ändern. Man muss nur bereit sein, den Preis für diese Veränderung zu zahlen.

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Bloggen ist Arbeit

Wenn ich daran denke, wie ich 2010 angefangen habe zu bloggen, dann muss ich feststellen, dass mir das einfache Verfassen von Blogartikeln schnell nicht mehr genug gewesen ist. Ich habe mich dafür interessiert, wie ich besser in Suchmaschinen gelistet werde, wie man bessere Texte schreibt, wie man bessere Bilder macht, wie man sie bearbeitet und für das Netz aufbereitet und so weiter. Dafür habe ich eine menge Bücher gelesen und mich in meiner Freizeit extrem intensiv mit diesen Themen beschäftigt. Ein tolles Buch, was ich jedem Blogger ans Herz legen kann ist übrigens dieses hier: Blog Boosting: Marketing / Content / Design / SEO
Ich habe es schon mehrmals durchgelesen und nutze es immer noch als Nachschlagewerk für gewisse Dinge.

Meine Jobs waren immer so flexibel, dass ich immer noch etwas Zeit freischaufeln konnte, um mich mit diesem Thema zu beschäftigen. Bloggen besteht aus mehr, als aus netten Texten und ansehnlichen Bildern. Das ist auch der Grund, warum ich diese ganze Diskussion zwischen Bloggern und Journalisten absolut nicht nachvollziehen kann. Blogger sind keine Journalisten und die Arbeit unterscheidet sich elementar voneinander. Müsste ich einen Artikel für eine Zeitung schreiben, würde ich wahrscheinlich jämmerlich daran zugrunde gehen.

Berufs-Blogger

Das führt mich auch zu der nächsten Frage, die mir gestellt wurde: Meine Meinung zu sogenannten „Berufs-Bloggern„, also jenen, die rein durch ihren Blog ihr Geld verdienen. Ich sage es mal so: Ich kenne wirklich nur eine Hand voll Blogger, die alleine durch ihren Blog leben können. Aber ich kenne viele Blogger, die durch ihren Blog an tolle Jobs gekommen sind. Julia Knolle, Mitgründerin des Blogs Les Mads, arbeitete zum Beispiel als Chefredakteurin der Glam-Online. Fraglich, ob sie ohne ihren Blog an diesen Job gekommen wäre.
In Amerika gilt der Beruf des Bloggers mittlerweile schon als normal und da die Amis uns ja bekanntlich immer einen Schritt voraus sind, kann ich mir gut vorstellen, dass das auch hier in Deutschland bald keine Einzelfälle mehr sind.

Es ist nicht alles Gold was glänzt

Ich erwähnte es bereits. Das Leben als Freelancer ist nicht immer so rosarot, wie viele es sich vorstellen. In einem Team mit festen Angestellten lässt es sich oft weitaus einfacher arbeiten. Man steht vor einem Problem und kennt die Lösung, weil andere vor einem dieses Problem schon einmal gelöst haben und den einfachsten Weg für dich schon erkundet haben. Als Freelancer oder Selbständiger wird man damit alleine gelassen. Für jedes Problem gibt es 100 Lösungswege. Aber welcher von diesen 100 jetzt der beste und effektivste Weg ist, das muss man selber herausfinden und nicht selten probiert man 99 falsche Wege aus, bis man den einen gefunden hat.

Als Freelancer ist man gleichzeitig auch Vermarkter. Während der Arbeit an einem Projekt muss man eigentlich schon wieder die Fühler für das nächste Projekt ausstrecken, denn an deiner Türe klopft es selten. Dazu gehört es, sich ein Netzwerk von ehemaligen Kollegen, Bekanntschaften und Freunden aufzubauen. Geschäftskontakte wollen gepflegt werden. Wenn ihr auf eurem Blog mit Firmen kooperiert, macht euch klar, dass diese Menschen euch als Geschäftsleute entgegen treten. Seid professionell und kommuniziert auf Augenhöhe. Glaubt mir, niemand will euch was schenken, weil er euren Blog „so schön“ findet…

Wenn man den ganzen Tag zu Hause vor seinem PC sitzt, verliert man schnell den Blick für das Wesentliche. Man lässt sich von unwichtigen Dingen ablenken und schreibt Dinge auf die To Do – Liste, die so wichtig sind wie die Farbe eurer Unterhose…

Zusätzlich muss man sich mit so schrecklichen Dingen, wie zum Beispiel der Krankenkasse, beschäftigen. Die kostet verdammt viel Geld und man hat keinen Arbeitgeber im Rücken, der alles für einen regelt. Genau so sieht es aus mit der Steuer. Kommt bloss nicht auf die Idee, das selber zu regeln. Sucht euch einen Steuerberater. Die paar Euros sind es wirklich wert!

Die Entscheidung erfordert Mut

Bis hier hin klang das jetzt alles ziemlich negativ. Das ist es aber in keinster Weise. Ich wollte nur betonen, dass es nicht immer glitzert und blinkt. Wenn man sich mit den erwähnten Einschränkungen abfinden kann, kann ich nur jedem empfehlen, es einmal zu versuchen. Das klingt jetzt ziemlich einfach und naiv. Aber alles ist schwer, wenn man es nicht ausprobiert. Ich appelliere hier auf keinen Fall dafür, seine Existenz hinzuschmeißen. Aber hier mal in ein paar Punkten kurz zusammen gefasst, worauf man achten sollte und wo es Möglichkeiten gibt, sich als Freelancer selbständig zu machen:

  • Im Idealfall sollten Rücklagen vorhanden sein, die für mindestens 6 Monate reichen. Besser noch 12.
  • Falls ihr es mir dem Bloggen versuchen wollt, bloggt nicht den gleichen Rotz, über den 1000 andere Blogger auch berichten. Die Mischung aus aktuellen News und individuellen Artikeln ist wichtig.
  • Auch neben einem Vollzeit-Job kann man täglich bloggen. Es erfordert eben nur viel Fleiß und Disziplin. Kontinuität ist hier das Zauberwort. Produziert gute Inhalte. Am besten so oft wie möglich. Ich muss nicht erklären, dass das nur funktioniert, wenn man mit dem Herzen dabei ist
  • Es muss nicht immer ein Fashion-Blog sein. Schaut euch um in der Szene. Es gibt so viele Blogs. Und es gibt noch mehr Blogs die richtig gut sind und bei weitem nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdient hätten. Vielleicht gibt es ein anderes Thema, bei dem ihr als Experten auftreten könnt? Vielleicht könnt ihr so keine Schar an Anhängern aufbauen, aber oft ist eine kleine Community von Stammlesern wertvoller als ein Blog mit tausenden von Lesern, in denen sich Kommentare wie „du bist so übälst hüüüüpsch“ anhäufen
  • Aktiviert euer Netzwerk und teilt euren Freunden und Familien mit, was ihr für Pläne habt. Es gibt einige Menschen, auf die ich nicht verzichten könnte und sei es nur jemand, der sich erbarmt, meine Outfit-Fotos zu schießen
  • Häufig wird ein Dickkopf ja als Schwäche oder Makel angesehen. In diesem Fall braucht man den allerdings. Lasst euch nicht einreden, dass die Idee verrückt ist. Vielleicht ist sie das, aber das heißt nicht, dass sie schlecht ist!

Wie gesagt, stehe ich selber noch am Anfang dieses kleinen Experimentes (ja, so würde ich es bezeichnen. Ein Experiment) und ich habe mich nach den ganzen Fragen bewusst dazu entschieden, es auf meinem Blog zu kommunizieren und mit euch gemeinsam zu wachsen. Bei  all dem Geschreibe ist das Wichtigste, dass man nicht vorgibt, etwas zu sein, das man nicht ist. Als Blogger habt ihr eine Stimme, die mit der Zeit vielleicht ein paar 1000 Leser erreichen wird. Geht verantwortungsbewusst damit um.
Ich möchte hier noch einmal betonen, dass das nicht der ultimative Weg ist, irgendetwas zu machen. Es ist MEIN Weg, nach dem ich gefragt wurde und den ich mit euch teilen möchte. So viele Menschen wie es gibt, so viele unterschiedliche Wege gibt es.

Im zweiten Teil der Artikelserie geht es dann darum, wie der Alltag als Blogger aussehen könnte und was alles zu der Arbeit dazu gehört.

Ich hoffe, ich konnte ein paar Fragen zu dem Thema gut beantworten und wenn jetzt noch etwas offen geblieben ist, dann immer her damit. 

 

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Casual ist auch Mode

Wisst ihr, was ich scheiße finde? Blogger Mädchen, die sich extra für ein Foto stylen, Schuhe anziehen, die sonst eigentlich nur im Regal stehen um hübsch auszusehen und sich von oben bis unten mit seltsamen Accessoires behängen. Wenn die Fotos dann im Kasten sind, wird geschwind wieder in Jeans und Pulli gehüpft und das neue Material fleißig verbloggt. Seriously? WIESO?

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