Daily Inspiration

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Gerade in der Mode kommen die Trends und Neuheiten viel schneller auf dem Markt, als man sie überhaupt kaufen kann. Da ist Teil A aus der neuen Kollektion von Designer X und zwei Monate später ist das gute Stück vergessen, weil schon wieder etwas Neues auf dem Markt ist. Mal Hand auf’s Herz. Wer erinnert sich nicht daran, sein erstes eigenes Auto gekauft zu haben, auf das man eine gefühlte Ewigkeit hingespart hat? Oder diese sündhaft teuren Schuhe, von denen man sogar Nachts schon geträumt hat. Heute ist das kein Ding mehr. Im Autohaus wird der Leasing-Vertrag unterschrieben (mit einer 0%-Finanzierung versteht sich) und die neuen Schuhe werden online auf Raten gekauft. Dabei wird sich niemals das befriedigende Gefühl einstellen, wie wenn man etwas cash an der Kasse zahlt und es einem selbst gehört. Zugegeben, Geduld ist eine Tugend und wir werden nicht unbedingt dazu erzogen. Aber alles, was man unbedingt haben will ist es auch wert, dass man darauf wartet.

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Kaufverhalten bewusst steuern

Heute gibt es also den vierten und letzten Teil meiner Blog-Serie. Es hat mir wirklich viel Spaß gemacht und es war unheimlich interessant, sich so intensiv mit einem Thema zu beschäftigen. Das nächste Thema steht schon in den Startlöchern und bedarf nur noch ein wenig Vorbereitung. Und zum Abschluss gibt es außerdem noch ein ganz kleines Give-Away für meine lieben Leser. Aber dazu mehr am Ende des Artikels

Ich habe es in den letzten paar Artikeln schon ansatzweise angesprochen. Aber bevor ich beginne, noch ein paar grundsätzliche Worte zu dem Thema. Ich habe in der Vergangenheit sehr häufig bei H&M und ZARA und diversen anderen Geschäften meine Klamotten gekauft. Das wird auch weiterhin so bleiben allerdings werde ich es einschränken. Es gibt genug junge Mädels die noch zur Schule gehen oder Studenten mit  wenig finanziellen Mitteln. Und es ist toll, dass es oben genannten Läden gibt, die jeder Frau, egal wie klein der Geldbeutel sein mag, die Möglichkeit geben, sich modern und stylisch zu kleiden. Das Wichtige ist, dass es bewusst geschieht.

1. Sale

Ein Signalwort seines gleichen. Frauen drehen durch, wenn sie die roten Schilder sehen. Wie kommt so ein Sale eigentlich zu Stande? Ich bin mir nicht ganz sicher, ich gehe aber mal davon aus, dass es Teile sind, die völlig gefloppt sind und sie niemand kaufen wollte, weil sie einfach nicht schön sind, oder weil die Lager noch so voll sind und kein Platz mehr ist für die neuen Teile der aufkommenden Saison. Wir haben hier also Kleidungsstücke, die aus irgend einem Grund (Preis, Aussehen) niemand kaufen will. Deutschland ist ein Land der Geizhälse. „Geiz ist geil“  oder „Spar dich reich“ sind nur zwei der vielen Werbeslogans, die tatsächlich gezogen haben. Ich gehe also in den Laden und kaufe mir ein Teil, was ich eigentlich gar nicht sooo schön finde und was ich mir für den Normalpreis niemals gekauft hätte… Wie bescheuert ist das denn?
Es gibt da unter einigen Frauen die Spezies, die sich den Kauf eines Luxusartikels damit rechtfertigen, dass sie die Kosten auf Tage runterrechnen. Wenn ich mir also z.B eine Tasche für 300€ kaufe und das Ganze auf ein Jahr runter rechne, dann würde es mich (wenn ich die Tasche jeden Tag benutze) 82 Cent kosten. Ich möchte jetzt nicht weiter auf die Sinnhaftigkeit dieser Methode eingehen.
Aber mal angenommen, wir kaufen uns ein Teil aus dem Sale für 10€, tragen es dann ein mal und lassen es danach im Schrank verstauben… Na? Wer hat mitgerechnet? In diesem Fall kostet mich dieses Teil für einmal Tragen 10€. Im Gegensatz zu 82 Cent ziemlich teuer oder?

2. Trends

Ich muss zugeben, ich komme manchmal absolut nicht mehr hinterher. Wöchentlich (!!!) kommen neue Teile in die Stores, die Stücke der letzten Woche sind schon wieder absolut von vorgestern und umso häufiger wird uns suggeriert, dass wir dieses neue Teil jetzt auch unbedingt haben müssen, weil es DER Trend für die aktuelle Saison ist. Wo wir beim Dilemma wären. Ich habe es schon häufig angesprochen. Diese Trendteile sind mir Vorsicht zu geniessen. Erstens stehen sie nicht jedem und zweitens haben diese Teile ein ziemlich kurzes Mindesthaltbarkeitsdatum.

Auf der anderen Seite sind H&M und Konsorten dafür wirklich eine gute Option. Diese Firmen verfolgen die aktuellen Trends der Laufstege und da ja sowieso jede Woche neue Ware eintrudelt, sind diese Dinger dann auch relativ schnell in den Läden zu finden. Natürlich für einen etwas höheren Preis, der angesichts der Qualität zwar in keinster Weise gerechtfertigt ist, aber es ist ja immer noch um ein tausendfaches günstiger als die Preise der großen Labels. Kommen wir also direkt zum nächsten Punkt. Der Preis

3. „günstige Preise“

Ich möchte bei diesem Punkt jetzt nicht auf die Bedingungen eingehen, unter welchen diese Kleidungsstücke produziert werden. Ich habe mich einfach nicht genug mit dem Thema beschäftigt, um darüber schreiben zu können. Ich möchte lieber auf die Qualität eingehen. Natürlich kann man bei niedrigen Preisen nicht erwarten, dass man ein Teil für die Ewigkeit bekommt. Aber Kleidung ist doch eindeutig dazu da, sie mehrmals zu tragen, was voraussetzt, dass sie einige Maschinen Wäsche überleben. Wenn ich mir bei ZARA also einen Pulli für 70€ kaufe, ihn zwei mal wasche und dann nicht mehr tragen kann, weil an der Naht ein Loch ist, die Farbe ausgewaschen ist, es eingelaufen ist oder sich irgendwie verzogen hat, dann finde ich 70€ pardon, aber scheiße teuer.

FAZIT

Ich möchte hier auf keinen Fall damit sagen, dass man nicht mehr bei ZARA, H&M und Co. einkaufen sehen sollte. Aber beim nächsten Mal macht man sich vielleicht einfach ein paar mehr Gedanken.

  • Würde ich dieses Teil auch für den normalen Preis kaufen? Wenn nicht, lasst es hängen
  • Ist die richtige Größe dabei? In den Sale-Monaten sind die Läden überfüllt und oft spart man sich das Anprobieren weil vor den Umkleidekabinen die Schlangen viel zu lang sind
  • Habe ich Möglichkeiten, es zu kombinieren? Geht in Gedanken euren Kleiderschrank durch. Wenn ihr mindestens zwei Möglichkeiten findet, das neue Teil zu kombinieren, dann nehmt es mit. Müsstet ihr euch aber ein komplett neues Outfit zulegen, weil es nichts in eurem Kleiderschrank gibt, was dazu passt, war es wieder mal alles Andere als ein Schnäppchen
  • Seid ehrlich und macht euch euer Kaufmotiv klar. Kaufe ich dieses Teil jetzt nur, weil es günstig ist, obwohl ich es eigentlich gar nicht brauche? Ich weiß nicht, wie sowas zustande kommt, aber es soll tatsächlich Menschen geben, die solche Gedanken haben…

Ich persönlich habe mir jedenfalls ganz fest vorgenommen, mein Geld in Zukunft in hochwertige Teile zu investieren, an denen ich lange Freude habe, die aus tollen Stoffen gemacht sind, und bei denen der Kauf gut überlegt war. Und wenn es mich dann doch mal nach einem völlig verrückten Trendteil dürstet, dann schaue ich sicher auch mal bei H&M und ZARA vorbei.

Und zum Schluss hatte ich euch ja noch ein kleines Give-Away versprochen. Die beiden Bücher die ihr unten sehen könnt waren unter anderem auch Inspiration und Anstoß dafür, dass ich mich mit diesem Thema so ausführlich beschäftigt habe. Ich habe also ein Set nachbestellt, um es einer meiner Leserinnen zu schenken.

Da diese Kleinigkeit ja für eine meiner Leserinnen sein sollte, wäre es toll, wenn ihr mich auf facebook oder bloglovin‚ (klick —> Follow on Bloglovin ) verfolgen würdet. Einfach einen Kommentar (nicht vergessen, eine gültige E-Mailadresse im Formular anzugeben) schreiben und schon seit ihr bei der Verlosung dabei.

Habt ihr Themenwünsche, über die ich eine weitere Blog-Serie schreiben soll? Anregungen? Was sagt ihr zu dem Thema „bewusster Konsum“?

Teil 1: Das Chaos im Kleiderschrank beseitigen

Teil 2: Ein Schrank voll nichts zum Anziehen

Teil 3: Meine 15 persönlichen Must-Haves

 

Das Chaos beseitigen oder: Wie bringe ich Ordnung in meinen Kleiderschrank

Heute startet eine Artikel-Serie. Soll bedeuten: Das Thema ist so riesig und wahrlich ein richtiges Projekt, sodass ich es in mehrere Teile aufteilen musste. Ich weiß zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht, wie viele Teile es werden. Aber mehr als zwei mit Sicherheit. Das steht fest. Hauptsächlich wird es darum gehen, was passiert, wenn man vor seinem Kleiderschrank steht und einen Haufen „Nichts zum Anziehen“ hat.

Und jeden Monat kommen neue Teile hinzu, die den Haufen nur größer und unübersichtlicher machen. Hier ein Überblick über die Themen, die euch in den nächsten Wochen erwarten werden:

Ich habe mich in den letzten Wochen wirklich sehr intensiv und ausführlich mit oben genannten Themen beschäftigt und möchte meine Erfahrungen mit euch teilen. Bitte versteht das nicht als Anleitung. Es ist einfach die Dokumentation meines Wandels im Bezug auf Kleidung und Kaufverhalten.

Ich glaube irgendwann kommt jede Frau, die sich für Mode interessiert, an einen Punkt, an dem sie eine Veränderung braucht. Sei es, weil die Umstände sich geändert haben (neuer Job, Familie, große persönliche Veränderungen) oder weil man einfach reifer geworden ist. Soll ja passieren mit der Zeit. Und da Kleidung ein Ausdruck der Persönlichkeit und der inneren Befindlichkeit ist, muss auch diese sich mit entwickeln.

Wo auch immer dieses Projekt enden wird, ich freue mich, euch regelmäßig davon zu berichten. Gehen wir also direkt ans Eingemachte und beginnen bei der Ursache des ganzen Übels.

Ordnung im Kleiderschrank

Ich mag keine herkömmlichen Einbaukleiderschränke. Einfach aus dem Grund, weil ich alle meine Kleider auf einen Blick sehen möchte. Nur so kann ich vermeiden, dass eigentlich schöne Teile in der hintersten Ecke meines Schrankes verschimmeln, weil ich mich einfach nicht mehr daran erinnere, dass ich sie überhaupt besitze.

Alles hat eigentlich vor einem Jahr angefangen, als ich meinen riesigen Kollos an Kleiderschrankmonster auseinandergebaut habe um mir eine bessere Alternative in mein Schlafzimmer zu bauen. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, mit wenigen Handgriffen etwas neues zu kreieren. Ich zeige euch hier meine Variante.

Mein Schrank besteht also aus drei Drahtseilen die mit Hacken an der Decke befestigt sind und einer Metallstange. That’s it. Die Fotos, die ihr hier seht, sind während des Aufbaus entstanden. Mittlerweile hat sich das Ganze noch etwas erweitert. An den Metallbügeln solltet ihr euch übrigens bitte kein Beispiel nehmen. Die sind absolut unpraktisch und außerdem schlecht für die teilweise empfindlichen Stoffe wie Seide oder Wolle.Eine weitere tolle Möglichkeit findet ihr auf dem Blog von Anna FrOst. In diesem Artikel könnt ihr sehen, wie Anna das Problem gelöst hat.

Das Ganze war an einem Tag erledigt und ich erfreue mich jeden Tag an dem Anblick meiner Klamotten. Während dieser Aktion habe ich auch gleich ausgemistet und rigoros alles weggeworfen, was nicht mehr tragbar ist. Dazu gehörten Teile, die ich nicht ein mal an hatte, weil der richtige Anlass gefehlt hat, bis hin zu Sachen, die einfach nur kaputt waren. Es hat teilweise wirklich Überwindung gekostet, die Dinge auszusortieren, aber wer sich damit partout nicht abfinden kann, der kann die Teile ja erstmal aus dem Weg räumen (auf den Dachboden oder in den Keller). Wenn man nach einigen Monaten keins der Teile vermisst hat, kann der Sack getrost entsorgt werden.

Bei der Entsorgung gibt es viele Möglichkeiten. Von ebay über Kleiderkreisel bis hin zu Second Hand Shops. Es gibt viele Alternativen zur Mülltonne. Ich behaupte, meinen Stil mittlerweile gefunden zu haben. Das Problem war, dass mein Kleiderschrank (oder besser gesagt meine Kleiderstange) diesem Stil überhaupt nicht gerecht geworden ist. Zwischen all den schönen Teilen die ich so liebe tummelten sich immer noch die schrecklich ausgeleierten Pullis von vor 3 Jahren und die längst nicht mehr passenden Schlaghosen aus der Zeit, als die Teile noch mega cool waren.

Ich habe das Volumen meiner Klamotten um fast 50% reduziert und wenn ich ganz ehrlich bin, ist es mir nicht einmal schwer gefallen. Im Gegenteil. Bei jedem Kleidungsstück, was jetzt an dieser Stange hängt, weiss ich, dass ich es mit gutem Gewissen anziehen kann. Weil es gut passt und weil ich mich darin wohl fühle. Keine Kompromisse mehr.
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